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05.03.2009

1 Jahr Ombudsstelle geschlossene Fonds

Bilanz der ersten Schlichtungsstelle für Beschwerden zu geschlossenen Fonds - 125 Anfragen in 12 Monaten

Pressemitteilung 1 Jahr Ombudsstelle Geschlossene Fonds

Zeichenzahl: 4.955 


1 Jahr Ombudsstelle geschlossene Fonds: Bilanz der ersten Schlichtungsstelle für Beschwerden zu geschlossenen Fonds

(Berlin, 5. März 2009) Vor genau einem Jahr hat die Ombudsstelle geschlossene Fonds ihre Arbeit aufgenommen. Die auf Initiative der im Branchenverband VGF organisierten Unternehmen eingerichtete Beschwerdestelle ist die erste ihrer Art für den Markt der geschlossenen Fonds. Die Ombudsfrau Geschlossene Fonds ist die ehemalige Vorsitzende Richterin am Hanseatischen Oberlandesgericht Dr. Inga Schmidt-Syaßen, die bei ihrer Tätigkeit auf mehr als 35 Jahre Erfahrung als Richterin zurückgreift. 
 
125 Anfragen in 12 Monaten  
Seit dem Start vor 12 Monaten sind 125 Anfragen bei der Ombudsstelle eingegangen. 49 davon richten bzw. richteten sich gegen 33 verschiedene geschlossene Fonds von 21 Vereinsmitgliedern. 58 Anfragen betrafen Fonds, die nicht von Vereinsmitgliedern aufgelegt wurden, weitere 16 bezogen sich nicht auf geschlossene Fonds sondern z.B. auf offene Fonds oder Versicherungen. In zwei Fällen waren Vertriebsunternehmen bzw. Bankenvertriebe von Beschwerden betroffen.

Von den 49 Beschwerden, die sich gegen Fonds von Unternehmen richten, die sich der Ombudsstelle angeschlossen haben, sind derzeit 14 noch in Bearbeitung.

Ausgang der Verfahren  
Die Ombudsstelle kann über insgesamt 111 geprüfte und  abgeschlossene Fälle berichten. Davon sind bisher lediglich in zwei Fällen Schlichtungssprüche zugunsten der Unternehmen ergangen, gegen die die Beschwerde geführt wurde. In weiteren fünf Fällen kam es zu Einigungen, die zumeist Vertragsauflösungen und Schadensersatzzahlungen betrafen.

In 21 Fällen konnte die Ombudsstelle nur ihre Unzuständigkeit erklären, da es sich um Altfonds der Mitgliedsunternehmen handelte und weder ein kurzfristiger Anschluss erklärt noch ein Angebot zur Güte gemacht wurde. Allerdings haben die Unternehmen in einigen dieser Fälle angekündigt, mit dem Anleger noch einmal Kontakt aufnehmen zu wollen, um die Entscheidung erneut zu erläutern.
In sieben weiteren Fällen wurde die Beschwerde vom Beschwerdeführer nicht weiterverfolgt.

Die anderen 76 Fälle wurden wegen Unzuständigkeit abgelehnt. Darüber hinaus hat die Ombudsstelle jedoch versucht, Hilfestellungen zu geben, indem sie die Beschwerden an die richtige Ombudsstelle weitergeleitet oder Ansprechpartner  z.B. bei Anwaltsvereinen oder Verbraucherschutzstellen benannt hat. 
 
Beschwerdegründe
Am häufigsten wurden vermutete Prospektfehler als Beschwerdegrund angegeben. Sie waren in 16 Fällen Gegenstand der Beschwerde. Weitere 14 Fälle betrafen die Kündigung der Beteiligung. Ingesamt elf Mal ging es bei Beschwerden um Fehler bei Auszahlungen bzw. Ausschüttungen. Weitere Beschwerdegründe waren Kontroll- und Auskunftsrechte (12 Fälle), der Widerruf der Beteiligung (5 Fälle), die Zustimmung zur Übertragung (2 Fälle) sowie sonstige Gründe (44 Fälle). In 21 Fällen blieb der Beschwerdegrund unbekannt.

Der vollständige Tätigkeitsbericht der Ombudsstelle für 2008/2009 steht auf den Internetseiten der Ombudsstelle unter dem Menüpunkt Publikationen (http://www.ombudsstelle-geschlossene-fonds.de/publikationen.html) zum Download bereit. 

Zahl der angeschlossenen Treuhand- und Fondsgesellschaften wächst
Seit dem Start der Ombudsstelle im März 2008 haben sich neben den Mitgliedsunternehmen des VGF, die zu gleichzeitig Mitglieder des Vereins Ombudsstelle geschlossene Fonds e.V. sind, weitere 137 Treuhand- und Fondsgesellschaften der Ombudsstelle angeschlossen. Die Geschäftsführerin der Ombudsstelle, Dr. Ulrike Busse, wertet diesen Zuwachs positiv: „Mit jedem weiteren Anschluss haben wir eine Möglichkeit mehr, Anlegern in Streit- und Beschwerdefällen zu helfen.“ Für das Jahr 2009 strebe man vor allem an den Anschluss möglichst vieler weiterer Altfonds. Die Satzung der Ombudsstelle sieht vor, dass neu von den Mitgliedern des Vereins aufgelegte Fonds automatisch auch der Ombudsstelle angeschlossen werden. Für sogenannte Altfonds, die vor dem Start der Ombudsstelle aufgelegt wurden, müssen die jeweiligen Gesellschafterversammlungen den Anschluss jeweils erst gesondert beschließen. Das heißt, die Entscheidung darüber liegt maßgeblich in den Händen der Anleger der jeweiligen Fonds.

Ausblick
Darüber hinaus will die Ombudsstelle geschlossene Fonds im laufenden Jahr vor allem ihre Bekanntheit weiter steigern. „Damit wir helfen können, müssen möglichst viele Anleger die Ombudsstelle kennen. Daran wollen wir arbeiten“, so die Geschäftsführerin weiter.

Dr. Joachim Seeler, Vorstandsvorsitzender des Vereins Ombudsstelle geschlossene Fonds e.V. zieht eine insgesamt positive Bilanz für das erste Jahr der Schlichtungsstelle: „Art und Zahl der Anfragen zeigen uns, dass eine Anlaufstelle für Beschwerden gebraucht wird und auch Einiges bewegen kann. Wir fühlen uns daher in unserer Initiative für die Einrichtung der Ombudsstelle absolut bestätigt.“


Pressekontakt:

Ombudsstelle geschlossene Fonds
Frau Dr. Ulrike Busse
Telefon: 030. 25761690
E-Mail: busse(at)ombudsstelle-gfonds.de
www.ombudsstelle-gfonds.de

 


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